
Manchmal beginnt Liebe dort, wo wir sie nie erwarten.
Nach aufwühlenden Jahren wagt Liz den ersten Schritt zurück ins Leben – und bucht Alex, einen Escort, um Nähe in einem vermeintlich geschützten Rahmen zu erleben.
Was als beherrschbares Spiel beginnt, entwickelt schnell eine Tiefe, die keiner von beiden geplant hat. Zwischen inszenierten Blicken und Berührungen geraten ihre sorgfältig errichteten Schutzmauern ins Wanken – und Liz und Alex stehen vor der Frage, ob sie den Mut finden, der Liebe noch einmal zu vertrauen.
„Du warst es immer“ ist ein Roman über zweite Chancen, über Nähe, die Angst macht, und über Gefühle, die stärker sind als jede Vorsicht.

Das Cover von „Du warst es immer.“ strahlt eine ruhige, fast schon träumerische Atmosphäre aus, die mich sofort angesprochen hat. Die innige Nähe des Paares vermittelt für mich viel Gefühl und lässt bereits erahnen, dass es sich um eine sehr emotionale Geschichte handelt.
Besonders gefallen mir die kleinen funkelnden Details, die dem Ganzen etwas Magisches verleihen, sowie die sanfte Kulisse im Hintergrund. Allerdings ist das Cover insgesamt recht dunkel und wirkt in der Farbgebung etwas eintönig, wodurch einige Details verloren gehen. Auch der Autorinnenname ist nur schwer zu erkennen, was ich etwas schade finde.
Trotzdem transportiert das Cover eine schöne, gefühlvolle Stimmung, die perfekt zur Geschichte zu passen scheint.
Preis: Print 11,99€, ebook 1,99€
Seitenzahl: 239
Erschienen: 12.02.2026
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Erhalten als Rezensionsexemplar von Ines Martens. Vielen herzlichen Dank.

Mit „Du warst es immer.“ erwartet die Leser/innen eine Geschichte, die stark von Emotionen und inneren Konflikten lebt. Besonders der Schreibstil hebt sich hervor, denn er besteht größtenteils aus den Gedankengängen und kurzen Dialogen der beiden Hauptprotagonisten Liz und Alex. Dadurch bekommt man ihre Unsicherheiten, ihr Zögern und das innere Chaos sehr direkt und ungefiltert mit.
Die Sätze sind oft ruhig, klar und eher nüchtern gehalten, was die Emotionen eigentlich verstärken soll. Für mich persönlich hat genau das jedoch nicht funktioniert. Durch die sehr schnellen Perspektivwechsel innerhalb des Textes fiel es mir schwer, mich wirklich in die Geschichte fallen zu lassen. Ich hätte es viel angenehmer gefunden, wenn diese Wechsel kapitelweise erfolgt wären, statt ständig im Fließtext.
Auch die fehlenden Beschreibungen von Umgebung und Kulisse haben es mir schwer gemacht, mir die Szenen bildlich vorzustellen. So blieb vieles eher abstrakt, ohne dass sich ein richtiger „Film im Kopf“ entwickeln konnte.
Das Gefühlschaos von Liz und Alex wurde mir mit der Zeit zudem etwas zu viel. Viele Emotionen wiederholten sich und wirkten dadurch irgendwann anstrengend. Besonders die Entwicklung ihrer Gefühle ging mir viel zu schnell – dafür, dass sie sich kaum kennen, entstehen sehr tiefgründige Emotionen und Liebe, was auf mich leider eher unrealistisch wirkte. Eine richtige Kennenlernphase hat mir hier einfach gefehlt.
Die Grundidee der Story hingegen fand ich wirklich spannend und vielversprechend. Leider hatte ich oft das Gefühl, dass zu viele Emotionen auf einmal transportiert werden sollten, wodurch alles etwas verkrampft und überladen wirkte – und genau das hat bei mir eher das Gegenteil ausgelöst.
Auch die Figuren selbst blieben für mich etwas blass. Ich habe zwar ihre Gedanken und Gefühle kennengelernt, aber kaum sie als Personen. Hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und Ausarbeitung gewünscht.

Trotz einer interessanten Plotidee konnte mich das Buch emotional leider nicht erreichen. Der sehr spezielle Schreibstil war einfach nicht meins und hat mir den Zugang zur Geschichte erschwert. Ich bin mir aber sicher, dass Leser/innen, die genau diese Art von Erzählweise – geprägt von intensiven Gedankengängen und Emotionen – mögen, durchaus Gefallen an der Geschichte finden können.

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© Cover: Ines Martens;
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