Blogtour | Wer ist Gabriele Münter? | Ein Leben zwischen Kandinsky und der Kunst | Stefanie Schröder

Hallo liebe Leser,

ich begrüße Euch zur Blogtour über starke Frauen aus der Geschichte. Zu Beginn der Tour wurde Euch die Romanbiographie  von Hildegard von Bingen aus der Herder Verlags Reihe bei Klusi Liest vorgestellt. Gestern berichtete die Bücherkiste über mutige Frauen und was Frauen zu mutigen Frauen macht. Ein interessanter Beitrag der dort auch schon über Gabriele Münter berichtet.


Ich möchte Euch Gabriele Münter etwas näher vorstellen und morgen erwartet Euch Lesendes Federvieh mit einem weiteren Beitrag zu den Büchern.


Gabriele Münter, Quelle: Wikipedia

Gabriele Münter wurde am 19. Februar 1877 als jüngstes von vier Kindern des Zahnarztes Carl Münter und seiner Frau Wilhelmine in Berlin geboren. Die Familie zog ein Jahr später ins westfälische Herford, dann nach Koblenz. Der Vater starb 1886 und gemeinsam mit zwei Geschwistern wuchs Gabriele ohne viel Erziehung bei der Mutter auf.
Bereits in der Schulzeit hatte sich ihre künstlerische Begabung gezeigt. Sie begann im Frühjahr 1897 mit dem Besuch einer Damenkunstschule von Willy Spatz in Düsseldorf. Als im November die Mutter verstarb, gab sie die Ausbildung auf. Im folgendem Jahr fuhr sie gemeinsam mit ihrer Schwester zu Besuch zu Verwandten in die USA. Die Schwestern reisten zwei Jahre lang reisten durch Missouri, Arkansas und Texas.

Vassily Kadinsky,Quelle: Wikipedia

1901 zog Gabriele Münter nach München. Zu dieser Zeit wurden noch keine Frauen an der Kunstakademie aufgenommen. Gabriele Münter setzte ihr Studium an der Malschule des Künstlerinnen-Vereins fort. wo sie in den Klassen von Maximilian Dasio und Angelo Jank studierte und dann an die Kunstschule „Phalanx“ wechselte, an der auch Wassily Kandinsky arbeitete. Während eines Malaufenthaltes im Sommer 1903 in Kallmünz verlobten sich Kandinsky und Münter, obwohl er noch verheiratet war. Diese Heirat blieb zunächst im verborgenem. Kandinsky war eine zeitlang ihr Lehrer und war noch bis 1911 verheiratet. Sie unternahmen zahlreiche gemeinsame Reisen, z. B. nach Tunesien, in die Niederlande, nach Italien und nach Frankreich.

Münters Haus in Murnau; Quelle: Wikipedia © Heide Bauer

Gabriele Münter floh nach Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 floh mit Kandinsky in die Schweiz. Kurz darauf brach der Kontakt nach der Flucht von Kadinsky nach Russland ab, nach einem Treffen im Jahr 1916 in Stocholm. Im Jahr 1917 erfuhr Münter dann, dass Kadinsky erneut geheiratet hatte. 1927 lernte sie den Philosophen und Kunsthistoriker Johannes Eichner kennen.

 


Dies war ein kleiner Einblick in das Leben von Gabriele Münter. In der Romanbiographie gibt es tiefschürfende Einblicke und viele Illustationen und Bilder zu entecken.

Weitere Bücher zur Reihe:


© Herder Verlag

(Textquelle: amazon.de)

Stefanie Schröder malt in dieser faszinierenden Biografie auf einfühlsame Weise das Bild einer ungewöhnlichen, einer starken Frau im Zwiespalt zwischen Selbstverwirklichung und Konvention zur Jahrhundertwende. Gabriele Münter (1877-1962) war nicht nur eine begabte Künstlerin. Sie und Wassily Kandinsky sind auch ein Liebespaar, dessen Geschichte einzigartig ist. Gemeinsam stellen sie sich den Widerständen der Zeit, um sich am Ende doch zu verlieren. Fast fünfzehn Jahre lang lebt sie in Kandinskys Schatten und lernt von seinem Genie. Als der Erste Weltkrieg ihn zurück nach Russland treibt, trennen sich ihre Wege. Heute wird Gabriele Münter als eigenständige Künstlerin geschätzt und zählt zu den großen Vertreterinnen der modernen Kunst nach 1900.

Münter lebt in einer Zeit, in der Frauen das Studium an einer Kunstakademie verboten ist. Trotzdem verfolgt die junge Frau mutig ihr Ziel, Malerin zu werden. An der Privatschule “Phalanx” in München lernt sie bei dem großen Künstler Wassily Kandinsky. Sie wird seine Geliebte, seine Gefährtin, seine Muse. Er ist fasziniert von ihrer Kreativität und fühlt sich durch sie zu Großem befähigt. “Welche Kreativität in Münters Zeichnungen!”, lobt der Lehrer Wassily Kandinsky seine Schülerin Gabriele Münter in der neu gegründeten Malschule. Als er zusammen mit Franz Marc 1911 die Künstlervereinigung “Der Blaue Reiter” gründet, unterstützt sie ihn entschieden.

Fünfzehn Jahre lebt Münter mit dem bereits verheirateten Künstler zusammen, gemeinsam sind sie künstlerisch tätig. In ihrem Sommerhaus in Murnau am Staffelsee, im Volksmund als “Russenhaus” bekannt, gehen Kandinskys russische Künstlerkollegen ein und aus. Der Erste Weltkrieg zwingt beide Künstler erst einmal zur Flucht in die Schweiz. Wassily Kandinsky kehrt in seine Heimat Russland zurück, während Gabriele Münter nach Stockholm auswandert. Dass er 1917 zum zweiten Mal geheiratet hat, erfährt Münter erst Jahre später. Es wird lange dauern, bis sie darüber hinwegkommt. Erst 1927 kann sie wieder richtig malen: ausdrucksstark und in der Tradition des Expressionismus. Die Nationalsozialisten bezeichnen ihre Kunst als entartet und sie erhält Ausstellungsverbot. Ihr ist zu verdanken, dass einige Werke, die Kandinsky ihr überlassen hatte, von den Nationalsozialisten unentdeckt blieben.

Auf feinfühlige Art eröffnet Stefanie Schröder in dieser Künstlerbiografie das Seelen- und Künstlerleben dieser beiden Menschen, die getrennt voneinander nicht betrachtet werden können. Mit zahlreichen schwarz/weiß-Fotografien und Abbildungen.


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© privat

Stefanie Schröder hat Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte studiert und früh ein Interesse für die Künstlerinnen des 20. Jahrhundert entwickelt. Sie hat mehrere Romanbiografien verfasst, darunter Paula Modersohn-Becker und Niki de Saint Phalle. Es ist ihr ein Herzensanliegen, Leben und Werk dieser einzigartigen Frauen darzustellen. Doch Stefanie Schröders Leidenschaft für Kunst geht weit darüber hinaus: sie malt, zeichnet und erstellt Plastiken und Reliefs aus Ton, außerdem hat sie zwei Lyrikbände veröffentlicht. Mit ihrer Familie lebt sie in Münster.
(Textquelle: Herder Verlag)


Ich bedanke mich bei der Literaturtest Agentur für die gemeinsame Aktion, sowie dem

Herzlichen Dank!

 


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2 Comments

  1. karin

    15. September 2018 at 09:32

    Hallo liebe Kati,
    ich glaube, es gibt viele, viele interessante Frauenschicksale………………. leider gibt es dazu zu wenig Literatur, wie mir scheint.
    Deshalb Danke für diesen Einblick…
    LG..Karin…

  2. kati

    18. September 2018 at 21:33

    Hallo Karin,
    da hast Du recht und daher finde ich es toll, dass der Herder Verlag dazu eine ganze Reihe herausbringen wird.
    Liebe Grüße
    Kati

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