Rezension | Sturmwindherz (#1) | Liv Helland

Wenn ein Sturm aufzueht …
Niemals wollte Ebba zurück in ihre Heimat Ostfriesland. Nach dem Unfalltod ihrer Eltern hat es sie und ihre beiden Schwestern in alle Winde verstreut. Doch dann erben sie von ihrem Großvater ein altes Wasserschloss.e Bedingung: Sie müssen dort für drei Monate zusammenleben. Als Ebba bei der Testamentseröffnung unerwartet ihrer Jugendliebe Cord gegenübersteht, stürmen lange verdrängte Gefühle auf sie ein.
Wenn der Wind sich dreht …
Während ihre Schwestern die gemeinsame Zeit auf Schloss Süderholt so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen, sieht Levke darin eine Chance. Vielleicht kann hier ihr gebrochenes Herz endlich heilen und sie ein neues Zuhause finden? Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie sich mit Denkmalschützer Theo auseinandersetzen, zu dem sie sich unerwartet hingezogen fühlt.
Riskierst du dein Herz …
Auch Marie, die jüngste der Schwestern, kehrt nur widerwillig an die Nordseeküste zurück, zu weh tun ihr die Erinnerungen, die sie damit verbindet. Um sich abzulenken, versucht sie, das Rätsel um die ungewöhnliche Erbschaft zu lüften. Dafür braucht sie ausgerechnet die Hilfe des wortkargen Wattführers Noah, einem Mann, der sie mehr herausfordert, als ihr lieb ist.

Das Cover von Sturmwind Herz hat mich sofort in Urlaubsstimmung versetzt. Das wunderschöne Strandmotiv mit den sanften Wellen und den warmen Farben strahlt eine ruhige, fast schon verträumte Atmosphäre aus und lässt mich direkt das Meeresrauschen im Kopf hören.
Besonders ins Auge fällt der Titel, der haptisch hervorgehoben ist und sich wie feiner Sand anfühlt – ein Detail, das das Strandfeeling nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar macht. Genau solche kleinen Besonderheiten liebe ich ja total.
Ein weiteres Highlight ist das bekannte Schloss-Emblem, das als Wiedererkennungsmerkmal der Reihe sofort ins Auge springt und dem Cover eine elegante, stimmige Note verleiht. Für mich rundet es das Gesamtbild perfekt ab und macht das Buch schon von außen zu etwas ganz Besonderem.
Preis: Print 14,00€, ebook 9,95€, Hörbuch verfügbar
Buchreihe: Die Schloss-Schwestern Band 1
Seitenzahl: 336
Erschienen: 12.12.2025
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Erhalten als Rezensionsexemplar vom rowohlt Verlag. Vielen herzlichen Dank.

Schon nach den ersten Seiten war ich mitten im Geschehen angekommen und habe gespürt: Diese Geschichte hat etwas ganz Besonderes. Trotz meiner anfänglichen Sorge, bei den drei Schwestern durcheinanderzukommen, war diese schnell verflogen – denn jede von ihnen ist so einzigartig und greifbar geschrieben, dass ich sie sofort unterscheiden und fühlen konnte.
Schon nach den ersten Seiten war ich mitten im Geschehen angekommen und habe gespürt: Diese Geschichte hat etwas ganz Besonderes. Trotz meiner anfänglichen Sorge, bei den drei Schwestern durcheinanderzukommen, war diese schnell verflogen – denn jede von ihnen ist so einzigartig und greifbar geschrieben, dass ich sie sofort unterscheiden und fühlen konnte
Die Geschichte rund um die drei Schwestern, die nach einem schweren Schicksalsschlag auseinandergelebt haben, hat mich sehr berührt. Durch das Testament ihres Großvaters werden sie gezwungen, drei Monate gemeinsam auf Schloss Süderholt zu verbringen – eine Zeit, die vieles verändert und alte Wunden wieder aufreißt.
Besonders faszinierend fand ich die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Schwestern:
Marie mit ihrem Freiheitsdrang hat mein Herz im Sturm erobert. Nach ihrer schweren Vergangenheit, die sie lange ans Krankenhaus und den Rollstuhl gefesselt hat, bewundere ich umso mehr, wie sie sich heute die Welt zurückerobert.
Ebba, die älteste Schwester, mochte ich ebenfalls sehr. Ihre Geschichte mit Cord, ihrer Jugendliebe, hat mich neugierig gemacht und ich habe richtig mitgefiebert, ob die beiden vielleicht doch noch eine zweite Chance bekommen.
Levke trägt ihre eigenen Verletzungen mit sich, vor allem durch die Erfahrungen mit ihrem Exfreund. Ihre Hoffnung, im Schloss nicht nur ein Zuhause, sondern auch neue berufliche Perspektiven zu finden, hat mich sehr bewegt. Besonders spannend fand ich ihren Drang, die Familiengeschichte rund um das Schloss zu entschlüsseln.
Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen – die wechselnden Perspektiven der drei Schwestern haben es mir leicht gemacht, mich in jede einzelne hineinzuversetzen und das Geschehen hautnah mitzuerleben. Jede von ihnen bringt ihre eigene Vergangenheit und ihre eigenen Kämpfe mit, was der Geschichte eine besondere Tiefe verleiht.
Die Kulisse war für mich ein absolutes Highlight. Die bildhaften Beschreibungen haben in mir sofort Erinnerungen an meine eigene Kindheit geweckt – an Aufenthalte in Ostfriesland, an das Meer, das Watt und dieses ganz besondere Gefühl von Freiheit. Beim Lesen hatte ich durchgehend dieses „Wattfeeling“ im Herzen – inklusive Fernweh.
Auch der Plot rund um das Testament fand ich unglaublich spannend. Der berührende Einstieg, in dem der Großvater sein Testament ändert und noch in derselben Nacht verschwindet, hat mich direkt gepackt. Die Frage nach dem „Warum“ schwebt die ganze Zeit über der Geschichte und hat mich nicht mehr losgelassen.
Die sanften Romanzen und vorsichtigen Annäherungen haben mein Herz immer wieder zum Stolpern gebracht – genau die richtige Mischung aus Gefühl und Spannung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe jede freie Minute genutzt, um weiterzulesen.

Obwohl der erste Teil eher kurz gehalten ist, hat er mir wunderschöne Lesestunden geschenkt. Ehrlich gesagt hätte ich mir sogar noch mehr Seiten gewünscht, um noch länger in dieser Geschichte zu bleiben. Das Ende hat mich dann komplett erwischt – mit einem fiesen Cliffhanger und so vielen offenen Fragen, dass ich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung!

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© Klappentext/Quelle: amazon.de;
© Cover: rowohlt Verlag;
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