Interview | Im Interview mit Marc Späni + Gewinnspiel

Hallo liebe Leser,

der Schriftsteller Marc Späni ist heute mein Gast und er hat mir viele Fragen im Interview beantwortet. Lernt Marc kennen und sein neues Buch “Trümmlig” was im Gmeiner Verlag vor wenigen Tagen erschienen ist


© Fotostudio Select Zürich

Name: Marc Späni
Geburtstag/Ort: 10. Juli 1972 / St. Gallen (Schweiz)
Wohnort: Otelfingen bei Zürich
Homepage: www.marcspaeni.ch
Familienstand: verheiratet
Kinder: drei Jungs (6, 8, 10)
Genre: Krimi („Trümmlig“), Romane und Erzählungen, Science Fiction, Theater, Hörspiele

Ich mag: Ruhe, Natur, Frieden, Musik (vor allem Blues und Jazz)…
Ich mag nicht: Menschenmassen, Lärm…



Marc, stell dich doch bitte kurz meinen Lesern vor:
Ja, wer oder was bin ich eigentlich? Was macht mich aus? – Diese Art von Fragen, nach der Identität, dem der Sinnfindung, der Lebensgestaltung, nach Moral, Religion und Ethik beschäftigt mich – vielleicht könne man sagen, das macht mich irgendwie aus. Das prägt mein Denken, mein Leben, mein Arbeiten, mein Schreiben. Oder anders gesagt: Ich bin ein ganz gewöhnlicher Mensch, mit Beruf, Familie, Träumen, Ängsten und allem, was so zum Menschsein dazugehört – nur dass ich das schreibend verarbeite… Schwierige Frage…

Wie bist Du zum Schreiben gekommen und gab/gibt es noch andere Berufe, die ausgeübt wurden/werden?
Ich habe schon immer gern Geschichten erfunden und geschrieben, erst gegen Ende des Germanistik-Studiums habe ich – wieder – den Mut zum eigenen Schreiben gefunden. Mittlerweile ist es ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden, mein Hauptberuf ist aber Gymnasiallehrer, und auch das bin ich sehr, sehr gern.

Wenn Du am Schreiben bist, wo tust Du es am liebsten und wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe zwar ein kleines Büro unter dem Dach, mit einem selbstgebauten Sekretär, da komme ich aber wegen den Kindern kaum zum Arbeiten. Viel Denk- und Planungsarbeit geschieht während des Tages, in der S-Bahn, beim Spazieren, in Cafés, für das Schreiben und Überarbeiten setze ich mich meistens an den Wohnzimmertisch (im Hintergrund Kinderlärm, TV, Rasenmäher des Nachbarn…).

Wenn Du gerade nicht an einem Buch schreibst, was machst Du gerne in Deiner Freizeit?
Ich mache viel Musik, vor allem Saxophon und E-Gitarre, das entspannt mich und gibt mir Energie und Inspiration für andere Lebensbereiche. Sonst bin ich gern in der Natur, am liebsten in den Bergen.

Wenn Du selbst als Leser unterwegs bist, welche Bücher liest Du am liebsten und was eher gar nicht?
Ich lese eigentlich alles, von mittelalterlichen Heldenepen bis zu modernem Theater, immer auf der Suche nach etwas, was mich anspricht. Das sind nicht bestimmte Genres oder Autoren, sondern das muss ich bei jedem Buch von Neuem herausfinden.

Hast Du einen Lieblingsfilm oder gibt es einen Film aus Deiner Kindheit der Dir gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb?
„2010. A Space Odyssee“, die Fortsetzung von Stanley Kubricks Meisterwerk „2001“, hat meine Leidenschaft für Science Fiction geweckt.

Wenn Du ein Tier wärst, welches wäre es und weshalb?
Ein Mensch, weil es das einzige Tier ist, das Bücher schreiben kann.

Hast Du ein Idol? Wenn ja, wer und weshalb?
Ich bewundere Menschen, die sich für eine gute Sache einsetzen, ohne sich ins Rampenlicht zu stellen.

Gibt es ein Sprichwort, welches Dich durch Dein Leben begleitet?
Der Ausspruch „All Knowledge is One“ von Isaac Asimov ist für mich eine Art Leitmotiv für alles, was mit Schreiben, Lernen, Unterrichten usw. zu tun hat. Das ganze Leben bringe ich aber unter keinem Sprichwort unter.

Gibt es ein Lieblingsreiseziel, wenn ja welches und warum gerade dieses?
Ich reise gern an Orte, wo ich Natur und Ruhe finde, gern auch an Orte, die ich schon kenne. Besonders mag ich den Norden, Spitzbergen z.B. hat mir sehr gefallen, aber auch die Färöer, Island und Norwegen. Wenn ich weiter reisen würde, dann wäre es sicher nach Kanada oder Alaska. Auch die Nordwestpassage mit Schiffen und Kleinflugzeugen würde mich mal reizen.

© Fotostudio Select Zürich

Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Deine Leser freuen?
Die Bände zwei und drei der „Pascal Felber-Krimis“ sind in der Planung, sonst beschäftige ich mich zur Zeit mit kürzeren Sachen. Zwei Romane und eine Erzählsammlung wären fürs Publikum bereit, haben aber leider noch keinen Verlag gefunden, ein Theaterstück wartet auf seine Uraufführung.

Ein besonderes Ereignis in Deinem Leben?
Ich finde, mein Leben IST ein besonderes Ereignis.

Eine peinliche Situation, worüber Du heute lachen kannst?
Ich lache gern über mich und Situationen, in die ich gerate, so richtig peinliche waren zum Glück noch nicht dabei…

In welcher Stadt außer Deinem Geburts- und Wohnort, könntest Du es Dir vorstellen zu leben und weshalb?
Da fällt mir als erstes Bergen ein, eine wunderschöne überschaubare Stadt, wo ich während des Studiums einige Wochen in einem Sprachkurs war…

Marc, erzähle uns doch etwas über Dein aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
Ich hatte noch nie einen Krimi geschrieben und wollte das mal ausprobieren, auch in der Hoffnung, ein wenig leichter an einen Verlag zu gelangen – was sich ja auch erfüllt hat. Mit Mobbing hatte ich als Lehrer schon zu tun, für viele Figuren und Schauplätze habe ich auf Erinnerungen zurückgegriffen: So wohnt Pascal Felber beispielsweise am Hadlaubsteig in Zürich, wo ich selber bis vor fünf Jahren mit meiner Familie lebte. Bei meinen Recherchen zur Polizeiarbeit traf ich auf einen Beamten von der Präventionsstelle, der selber literarisch tätig ist, sich sehr für mein Projekt interessiert hat und mir sehr geholfen hat!

Hattest Du beim aktuellen Buch ein Mitspracherecht bei der Covergestaltung? Und wie gefällt es Dir persönlich?
Ich konnte Ideen zur Covergestaltung einbringen, die Vorschläge des Verlags haben dann aber meine Erwartungen weit übertroffen.

Wie lange schreibst Du durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Ein Roman dauert etwa ein Jahr, ich habe aber auch schon einen Text begonnen, während Jahren immer wieder aufgegriffen und erst nach Jahren endlich fertiggestellt. Ich trage viele Ideen mit mir herum, die noch sehr diffus sind, und warte auf den Moment, wo sie reif werden – dann erst kann die eigentliche Arbeit beginnen.

Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein erstes Buch veröffentlicht wurde? Wirst Du oft in der Öffentlichkeit erkannt?
Das Buch zum ersten Mal in der Hand zu halten, ist immer ein ganz besonderer Moment. Er verflüchtigt sich dann aber sehr schnell, weil man es ja eigentlich schon in- und auswendig kennt und dann gar nicht so recht weiß, was man mit dem Buch eigentlich anfangen soll – außer es durchzublättern und am Ende ins Regal zu stellen.
Mit meinen bisherigen Publikationen hatte ich sehr, sehr wenig Erfolg, und wenn mich jemand auf der Straße erkennen würde, dann höchstens, weil er einer der zehn Besucher der einzige Lesung dieses Jahres war.

Wie geht Deine Familie damit um, dass Du in den Medien präsent bist?
Meine Medienpräsenz ist noch so klein, dass es – zumindest für die Kinder – jedes Mal eine Riesensache ist, wenn Papa in der Zeitung ist (das ist dann gewöhnlich im „Furttaler“, neben einem Bericht über die Ostereier-Ausstellung im lokalen Altersheim, die neue Hundeschule und den Abschlussabend des Turnvereins).

Die neue Generation ist das E-Book, was hältst Du persönlich davon und wie siehst Du die Entwicklung?
Ich selber habe gern ein Buch in der Hand, ich mag das Gefühl des Papiers, das Blättern usw. Ich glaube aber, dass E-Books und traditionelle Bücher gut nebeneinander existieren können. Selber lese ich ab und zu Sachbücher oder wissenschaftliche Artikel als E-Books.

Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was hältst Du davon? Wenn Du selbst dazu gehörst, weshalb hast Du Dich dazu entschieden?
Ich habe zwei Bücher im Eigenverlag herausgegeben, ganz einfach deshalb, weil ich keinen Verlag gefunden hatte. Für mich ist Selfpublishing eine zweischneidige Sache: Zum einen ist es natürlich toll, selber alles gestalten zu können und ein Buch in den Handel zu bringen, von dem man keinen Verlag überzeugen konnte. Auf der anderen Seite ist es extrem schwierig, ein selber publiziertes Buch auch zu verkaufen, geschweige denn in die Buchhandlungen zu bringen. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen, aber ich bin auch ein miserabler Verkäufer.

Hast Du Dein Buch jemandem gewidmet? Und wenn ja, wer ist diese Person?
Nein, bisher nicht.

Wenn Du die Möglichkeit hättest mit einer verstorbenen Person einen Abend zu verbringen, wen würdest Du gerne treffen und was würdet ihr unternehmen?
Da wären unzählige. Warum nicht mit Franz Kafka eine Tramfahrt durch Zürich, eine Jam-Session mit John Lee Hooker, mit Friedrich Dürrenmatt ein Glas Westschweizer Wein trinken und philosophieren…

Ein paar letzte Worte an Deine Leser:
Ich hoffe, es ist noch lange nicht die Zeit für letzte Worte.


(Textquelle: amazon.de)
Am Stadtrand von Zürich wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie hatte über eine Internetplattform einen Fotografen kennengelernt, der ihr eine Modelkarriere in Aussicht stellte. Eine dubiose Hackerorganisation kündigt an, den Täter vor der Polizei zu finden und selber zu richten. Doch dann taucht eine Schülerin auf, die sich ebenfalls mit einem Modefotografen verabredet hat. Entgegen den Bedenken seiner Vorgesetzten will der Ermittler Pascal Felber die junge Frau, im Rummel des Zürcher Knabenschießens, als Köder einsetzen.


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Beantwortet die Gewinnspielfrage als Kommentar unter diesem Beitrag.
Schaut bitte nach Ablauf des Gewinnspiels hier auf meinem Blog nach, wer gewonnen hat.
Ihr solltet Euch spätestens 14 Tage nach Auslosung melden, ansonsten verfällt der Gewinn.

Sammelt ein weiteres Los: 
Ein weiteres Los erhaltet Ihr, wenn Ihr auf Facebook im Gewinnspielpost die Frage in den Kommentaren beantwortet! Hier gehts zum Facebook-Posting –> Hier gehts zum Extralos <– 


Marc entspannt sich mit seiner Musik und spielt Saxophon und E-Gitarre. Mit was könnt Ihr Euch entspannen? Oder was gibt Euch neue Energie? 
Einsendeschluss ist der 04.10.2018 um 12 Uhr. 

Ich bedanke mich bei Marc Späni für das ausführliche Interview, sowie dem

für die Bereitstellung der Verlosungsexemplare.
Herzlichen Dank!

Die Teilnahmebedinungen zum Gewinnspiel findet Ihr hier
—> Zu den Teilnahmebedingungen <—


© 2018 Katis Buecherwelt;
© Cover: Gmeiner Verlag;
© Klappentext/Quelle: amazon,de;
© Autorenbilder: siehe Angaben;
© Gestaltung & Fragen: Katis Buecherwelt;
©Text-Antworten: Marc Späni;
*Beitrag enthält Werbung und Affiliate Links;
Grafikennutzung: pixabay.com/JohnsonMartin

19 Comments

  1. Tanja Hammerschmidt

    22. September 2018 at 22:49

    ich kann mich am besten entspannen beim kochen. hört sich verrückt an, ist aber wirklich so. wenn ich einen harten arbeitstag hatte oder ähnliches, stelle ich mich an den herd und zauber mich *gesund* <3 tolles gewinnspiel und ich mache hier gerne mit <3
    lg tpt1984@gmx.de

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:16

      Hallo Tanja,
      ich koche auch sehr gerne, aber ich hab auch mal Tage, an denen es mir dann doch etwas lästig ist, besonders, wenn ich viel um die Ohren habe.
      Viel Glück beim Gewinnspiel.
      Liebe Grüße
      Kati

  2. Stempelbavaria

    23. September 2018 at 16:11

    Hallo Kati,
    beim Basteln entspanne ich meistens, aber auch wenn ich Bücher lese… Das Buch von Marc Späni würde ich gerne lesen, das Thema finde ich toll!
    Schönen Sonntag und liebe Grüße
    Daniela

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:17

      Hallo Daniela,
      basteln finde ich auch toll. Ich habe für mich das stricken und häkeln aktuell entdeckt. Hörbuch oder Youtube dabei laufen lassen und entspannen.
      Viel Glück
      LG Kati

  3. Karin

    24. September 2018 at 21:13

    Hallo Kati,
    ich kann sehr gut mit Musik und einem guten Buch entspannen.
    Liebe Grüße,
    Karin

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:18

      Hallo Karin,
      hörst Du beim Lesen auch Musik?
      Ich brauche beim Lesen ja immer absolute Ruhe.
      Ich drück Dir für die Verlosung fest die Daumen.
      Liebe Grüße
      Kati

  4. Elke H.

    25. September 2018 at 18:33

    Hallo,

    am besten kann ich mit einem Buch entspannen. Dazu koche ich mir immer eine Kanne Tee und ab und zu gibt es auch mal eine kleine Nascherei dazu.

    LG von Elke

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:18

      Hallo Elke,
      so sieht es bei mir auch sehr oft aus 🙂
      Viel Glück.
      LG Kati

  5. kunterbunt79

    27. September 2018 at 09:40

    Meine Energie erhalte ich beim Sport, da bin ich danach richtig gepusht. Entspannung an sich erhalte ich durch ein gutes Buch – vielleicht dieses hier?

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:19

      Hallo,
      na das hoffe ich doch und ich drücke Dir fest die Daumen. Nach dem sport fühle ich mich auch immer wie ein aufgeladenes Duracell Häschen 🙂
      LG Kati

  6. Francoise

    27. September 2018 at 13:22

    Hallo liebe Karin,
    ich kann sehr gut entspannen beim lesen , häkeln und stricken . Danke für das schöne Gewinnspiel
    Liebe Grüße Francoise

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:20

      Karin? Meinst Du unsere Karin die kommentiert hat oder mich? Grins.
      Ich wünsche Dir auf jedenfall viel Glück.
      LG Kati

  7. Melanie

    2. Oktober 2018 at 15:12

    Da gibt es für mich viele Möglichkeiten…ich kann sehr gut in der Natur entspannen.Die Luft, der Geruch im Wald…all das läßt mich abschalten.Abends kann ich mich mit einem guten Buch zurückziehen und vergesse den Alltagsstress

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:21

      Hallo Melanie,
      ein nasser Wald riecht so toll, dass mag ich auch sehr gerne, nur der Schweinehund hindert mich immer wieder mal daran, es einfach zu tun.
      Viel Glück.
      Kati

  8. *H*

    2. Oktober 2018 at 16:49

    Entweder einfach etwas ruhige Musik im abgedunkelten Zimmer oder Augen zu. Mir hilft aber auch, alleine an die frische Luft und abseits von Straßen gemütlich dahinschlendern.

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:22

      Hallo,
      auch Dir wünsche ich viel Glück. Ich schlafe in Dunkelheit bei Musik oder dergleichen innerhalb weniger Minuten ein. Das ärgert mich dann immer wieder aufs Neue 🙁
      LG Kati

  9. Julia M.

    3. Oktober 2018 at 10:35

    Ich entspanne am besten, indem ich Zeit mit meiner Familie oder meiner besten Freundin verbringe. Sie bringen mich immer auf andere Gedanken und zum Lachen, egal wie stressig der Tag auch war.

    1. kati

      3. Oktober 2018 at 14:22

      Hallo Julia,
      das ist auch eine tolle Idee abzuschalten.
      LG Kati

  10. *H*

    11. Oktober 2018 at 21:00

    Hallo Kati, wo sehe ich, wer gewonnen hat? Oder stehen die Gewinner noch nicht fest?
    Schönen Abend und gute Nacht. *H*

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